20. Oktober 2025
- Philippe Selot

- 20. Okt.
- 2 Min. Lesezeit
Ein Morgen in der Angiologie, oder wie man den Tag mit einem Katheter statt mit Kaffee beginnt!
Heute Morgen war ich in der Angiologie-Abteilung des Lindenhofspitals in Bern für eine Untersuchung der Blutgefässe in meinem Fuss, ein vorbereitender Schritt für die bevorstehende Operation. Der Termin war um Punkt sieben Uhr, also deutlich bevor mein Gehirn offiziell seinen Dienst aufgenommen hat.
Nachdem die Leiste sorgfältig desinfiziert und eine lokale Betäubung vorgenommen worden war, setzte mir das medizinische Team einen Katheter, um ein Kontrastmittel zu injizieren. Ziel war es, eine präzise Darstellung des Gefässnetzes in meinem Fuss zu erhalten.
Sobald die gesuchte Arterie gefunden war, ging es richtig los: Ein beeindruckender robotischer Arm drehte sich um mein Bein und meinen Fuss, um eine Serie von Röntgenaufnahmen aus verschiedenen Winkeln zu machen. Der Eingriff war völlig schmerzfrei, allerdings ein Geduldstest, denn die Aufnahmen dauerten über eine Stunde. Nach dem Entfernen des Katheters und dem Anlegen eines Kompressionsverbandes bekam ich einen Kaffee und ein Gipfeli angeboten. Ich musste noch etwa anderthalb Stunden liegen bleiben, um sicherzustellen, dass die Einstichstelle nicht nachblutet. Danach war ich endlich frei und konnte nach Hause gehen.
Die Aufnahmen zeigten zwei wesentliche Punkte:
Eine der Hauptarterien im Fuss scheint blockiert zu sein, vermutlich als Folge der bereits durchgeführten Operationen. Zum Glück hat eine andere Arterie die Funktion übernommen und versorgt den Fuss ausreichend mit Blut.
Die Spezialisten entdeckten ausserdem eine grössere, stark durchblutete Masse. Sie könnte, wie vermutet, aus Bindegewebe bestehen oder auf eine Infektion hinweisen.
Kurz gesagt: Bei der kommenden Operation muss dieser Bereich mit besonderer Vorsicht behandelt werden, da ein erhöhtes Blutungsrisiko besteht.
Am Nachmittag war ich dann noch bei meinem Chirurgen, um die nächsten Schritte zu besprechen.
Die Operation ist für den 1. Dezember geplant, doch das gesamte beteiligte Team möchte mich Mitte November noch einmal sehen. Bis dahin müssen noch mehrere Punkte besprochen werden, unter anderem die Möglichkeit, eine Biopsie durchzuführen, um jedes Risiko einer Staphylokokken-Infektion auszuschliessen, oder eine vorbeugende Antibiotikabehandlung zu beginnen.
Im Moment sind alle Befunde positiv, was bedeutet: grünes Licht für die achte Operation. Es wird ein langer und komplexer Eingriff, der selbstverständlich gewisse Risiken birgt, die mir im Detail erklärt wurden. Aber ich bleibe wie immer optimistisch!





Bonjour Philppe Je te souhaite bien du courage pour la biopsie mi-Novembre et pour ton operation le 1 er decembre. Bises de l'île de La Reunion