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19. August 2025

  • Autorenbild: Philippe Selot
    Philippe Selot
  • 19. Aug.
  • 2 Min. Lesezeit

In den letzten Tagen habe ich viel Zeit mit meiner Webseite verbracht. Ich habe den Blog optimiert, indem ich die Auflösung der Bilder reduziert habe, damit die Seite schneller lädt. Gleichzeitig habe ich mit Unterstützung meines technischen Teams in Indien die Seite über meine Motorradreisen vorbereitet, die schon bald online sein sollte.


Ein kleiner Tipp zum Lesen: Wenn ihr auf die Blogseite geht und ältere Beiträge anschauen möchtet, scrollt einfach mehrmals nach unten – die Inhalte laden dann Schritt für Schritt. Für die Neugierigen: Der allererste Beitrag vom 16. April 2023 ist nach wie vor verfügbar!


Abgesehen von diesen digitalen Arbeiten habe ich auch mehr Zeit in meinem Garten verbracht. Normalerweise kümmert sich Deniz viel mehr darum als ich, aber da er zurzeit Ferien mit seiner Familie in Türkisch-Kurdistan verbringt – genauer gesagt in Dersim – musste ich etwas mehr Hand anlegen als sonst. Nach seiner Rückkehr steht ihm eine grosse Veränderung bevor: Er wird nach Olten ziehen, um seine Ausbildung als diplomierter Pflegefachmann HF zu beginnen.


Seit seiner Ankunft in der Schweiz hatte ich die Gelegenheit, ihn auf seinem Integrationsweg zu begleiten. Er und seine Familie haben mich immer wieder eingeladen, ihre Heimat kennenzulernen. Bisher hatte ich wegen meiner Gesundheit gezögert, eine solche Reise zu unternehmen. Doch diesmal habe ich mich entschlossen, den Schritt zu wagen – auch weil er während seiner Ausbildung wahrscheinlich weniger oft zu seiner Familie reisen kann. Deniz weiss noch nichts davon: Diese Reise wird eine Überraschung! Ich habe alles mit seiner Schwester Alev organisiert. Sie spricht nur Kurdisch und Türkisch, aber dank Übersetzungstools konnten wir problemlos miteinander kommunizieren.


Meine Reise beginnt am Mittwochnachmittag mit einem Flug der Turkish Airlines von Zürich nach Istanbul, gefolgt von einem Anschlussflug nach Elazig, wo ich gegen 22:50 Uhr lande. Von dort bringt mich ein Bus in etwa zwei Stunden nach Dersim.


Ich muss gestehen, dass ich mit meiner Orthese ein wenig Bedenken wegen des engen Platzes im Flugzeug hatte. Deshalb habe ich mich für Linienflüge mit Turkish Airlines entschieden, die mehr Komfort bieten und die Möglichkeit, den Sitz auszuwählen – statt wie eine Sardine in einem Billigflieger zu sitzen.


Natürlich hätte mich die Familie von Deniz gerne bei sich aufgenommen. Aber da sie erst kürzlich in ihre neue Wohnung gezogen sind und noch mitten im Einrichten stecken, fand ich es besser, ein Zimmer im einzigen Hotel des Dorfes zu nehmen. So habe ich auch etwas Privatsphäre und falle nicht zur Last.


Dersim (heute Tunceli – siehe den Wikipedia-Artikel) trägt eine tragische Geschichte. 1937 kam es während der Repression der türkischen Regierung gegen die Kurden zu einem Aufstand in der Region. Dieser wurde brutal niedergeschlagen und forderte den Tod von mehreren tausend Menschen.


Auch die Familie von Deniz war von dieser Tragödie betroffen: Einige seiner Angehörigen wurden Opfer dieser Repression – einzig aufgrund ihrer Herkunft. Ausserdem ist wichtig zu erwähnen, dass viele Kurden in der Region dem alevitischen Glauben angehören, was ihre Marginalisierung und ihr Leid oft noch verstärkte.


Alles in allem verspricht dies eine wunderbare Überraschung für Deniz zu werden. Und ich freue mich schon jetzt darauf, seine Familie kennenzulernen und für ein paar Tage diese Region zu entdecken, von der ich so viel gehört habe.


Mehr dazu… in meinem nächsten Blog!


ree


 
 
 

1 Kommentar


Gast
20. Aug.

Wit wünschen dir einen schönen Aufenthalt unf frreuen uns auf den nächsten Blog! Erika und Res

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