16. September 2025
- Philippe Selot

- 16. Sept.
- 2 Min. Lesezeit
Letzten Donnerstag ist Deniz von seinen Ferien bei seiner Familie im Kurdistan zurückgekehrt. Er hatte einen günstigen Flug gefunden, musste aber mitten in der Nacht sieben Stunden am Flughafen Istanbul warten. Es versteht sich von selbst, dass er völlig erschöpft war, als ich ihn am Flughafen Zürich abholte.
Am Sonntagabend haben wir seine Sachen nach Olten gezügelt, wo er am nächsten Tag mit seiner Ausbildung begonnen hat. Er hat ein Zimmer im Personalgebäude des Spitals gefunden: klein, aber gut eingerichtet, mit einem Balkon, der vom 7. Stock aus eine schöne Aussicht bietet.
Sein erster Tag am Montag war allerdings schwierig. Er kam niedergeschlagen zurück und war überzeugt, die falsche Entscheidung getroffen zu haben. Der Einführungstag bestand darin, die Computer zu konfigurieren und verschiedene Programme zu installieren. Da er nicht besonders geübt in Informatik ist und die Erklärungen zudem im Solothurner Dialekt erfolgten, fühlte er sich völlig überfordert. Schon die Berner versteht er manchmal mit Mühe, und die Solothurner Variante hat es nicht einfacher gemacht! Zum Glück beginnen die Unterrichte am Mittwoch in Hochdeutsch, was ihm das Lernen erheblich erleichtern sollte.
Am Donnerstagabend war ich an eine Vernissage eingeladen. Eine ehemalige Arbeitskollegin, Assistentin der Geschäftsleitung, stellte ihr autobiografisches Buch vor, das sie mit einer Modenschau von etwa zwanzig Röcke ergänzt hat. Diese hatte sie alle selbst genäht, in der Quilt-Technik. Ein sehr persönlicher und bewegender Bericht, voller Zurückhaltung erzählt, mit dem roten Faden, dass sie nie Kinder hatte. Am Ende der Modenschau und ihrer Erzählung sah ich bei mehreren Gästen Tränen in den Augen. Ein schöner und berührender Abend.
Und heute Morgen hatte ich einen Termin im Spital für ein peripheres Angiographie-MRI «Peripheral Angiography MRI», eine Untersuchung zur Vorbereitung der Operation Mitte November. Wie immer bei dieser Art von Bildgebung ist der Lärm des Geräts ohrenbetäubend: von schrillen Pfeiftönen über lautes Brummen bis zu ständigem Hämmern. Mit Kopfhörern und etwas Musik ist es erträglicher, aber fast zwei Stunden in dieser Röhre zu verbringen bleibt mühsam, auch wenn es nicht schmerzhaft ist. Um die Blutgefässe sichtbar zu machen, wurde mir während der Untersuchung ein Kontrastmittel injiziert. Diese Aufnahmen werden es ermöglichen, die Situation mit dem Bindegewebe einzuschätzen und die geeignete Operationstechnik zu bestimmen, um unerwünschte Blutungen zu vermeiden.
Und heute Nachmittag bin ich wieder ins Fitness gegangen. Ich versuche, drei Mal pro Woche hinzugehen, auch wenn die Motivation nicht immer da ist!

























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