16. April 2025
- Philippe Selot

- 16. Apr.
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 18. Aug.
Seit einigen Tagen hatte ich eine Rötung rund um den Knöchel am Fuss bemerkt. Am Abend schwoll der Bereich an und die Schmerzen nahmen langsam zu. Da es immer unangenehmer wurde, vereinbarte ich einen Termin bei meinem Chirurgen, um ihm das zu zeigen.
Glücklicherweise bekam ich schnell einen Termin. Am Montag um 11 Uhr war ich in seiner Sprechstunde. Nach der Untersuchung vermutete er eine Infektion und organisierte sofort eine Spitaleinweisung für eine Biopsie.
Am Dienstag fuhr ich erneut ins Spital Sonnenhof in Bern. Nach den Aufnahmeformalitäten (Blutabnahme, Wiegen…) traf ich den Anästhesisten, der sich für eine Rückenmarksnarkose entschied, die vom Becken abwärts betäubt, eine Methode, die ich schon bei früheren Operationen kannte.
Am frühen Nachmittag bekam ich im Vorbereitungsraum die Narkose und eine leichte Sedierung. Zudem wurde ein zentraler Venenkatheter (ZVK) gelegt, da ich wahrscheinlich Antibiotika intravenös erhalten werde. In der Vergangenheit hatte ich oft Probleme mit Infusionen am Arm, weil die Venen sich verschlossen haben.
Die Operation dauerte etwa 40 Minuten. Meine Beine waren betäubt, ich war jedoch teilweise bei Bewusstsein. Danach beruhigte mich der Chirurg: auf den ersten Blick sei nichts Ernstes zu sehen. Es laufen noch Laboranalysen, einige dauern bis zu 48 Stunden. Ich soll drei bis vier Tage im Spital bleiben.
Nach dem Eingriff, im Aufwachraum, kam ich wieder zu vollem Bewusstsein. Eine Stunde später kam der Chirurg und bestätigte, dass die ersten Ergebnisse negativ seien: kein Staphylokokken-Befund, was beruhigend ist. Eine Vermutung ist, dass meine Orthese eine Vene im Fuss abdrückt, was den Blutfluss blockiert und Schmerzen verursacht. Das ist aber noch nicht gesichert.
Zurück im Zimmer wartete eine kleine Zwischenmahlzeit auf mich. Nach über 24 Stunden ohne Essen war sie zu wenig, doch etwas später bekam ich ein feines Gericht mit Lachs-Pasta und getrockneten Tomaten, eine echte Wohltat.
Ich erhalte leichte Schmerzmittel per Infusion sowie vorbeugend Antibiotika. Die Nacht war etwas unruhig, mit häufigem Wechsel der Antibiotikaflaschen und einer Thrombose-Spritze um Mitternacht. Ich schlief wenig, obwohl ich keine Schmerzen hatte.
Heute Morgen gegen 6 Uhr übergab das Nachtdienst-Team die Schicht. Um 7 Uhr wurden Blutdruck, Sauerstoffsättigung und Temperatur kontrolliert. Das reichhaltige Frühstück war wohl verdient. Kurz darauf wechselte der Chirurg den Verband und zeigte sich zufrieden mit dem Zustand der Narbe.
Eine Schwester half mir dann, das Spitalhemd gegen zivile Kleidung zu tauschen. Dabei nutzte ich die Gelegenheit für eine kleine Körperpflege. Ich plane, später etwas im Stockwerk herumzugehen und vielleicht einen Kaffee in der Lounge zu trinken, die ich nach all meinen Aufenthalten hier gut kenne.










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