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18. April 2026

  • Autorenbild: Philippe Selot
    Philippe Selot
  • vor 2 Stunden
  • 2 Min. Lesezeit

Vor drei Jahren war ich auf dem Weg nach Marokko, bereit, ein unvergessliches Abenteuer zu erleben. Entlang der Küste Kataloniens, mit Blick auf die Balearen, war die Vorfreude auf ihrem Höhepunkt.

 

Vor einem Jahr, zu dieser Zeit, erholte ich mich im Spital von einer der zahlreichen Operationen. Dabei wurden mir die Platten entfernt, infolge einer zweiten Infektion mit Staphylokokken.

 

In dieser Woche verbrachte Deniz, der gerade Schulferien hatte, einige Tage bei mir. Während seines Aufenthalts nutzte er die Gelegenheit, meinen Balkon gründlich zu reinigen, der seit drei Jahren vernachlässigt worden war. Nach einer gründlichen Reinigung pflanzte er die Blumen, die wir gemeinsam gekauft hatten. Das Ergebnis ist einfach perfekt.

 

Im Garten setzte er seine Arbeit fort, indem er Unkraut entfernte und Kartoffeln pflanzte. Wir entschieden uns für zwei verschiedene Sorten, um die Ernte zu staffeln und nicht plötzlich von einer Überfülle an Kartoffeln überwältigt zu werden.

 

Ich habe zudem die Initiative ergriffen, die alte Holzkiste mit Werkzeug zu entsorgen, die bereits auseinanderfiel, sowie die beiden Kompostkörbe, die mit nicht kompostierbaren Abfällen gefüllt waren. Ich plane, einen richtigen Kompostbehälter sowie einen Behälter für Grünabfälle anzuschaffen.

 

Wahrend seines Aufenthalts bei mir wurde aus einer einfachen Hilfeleistung eine umfassende Auffrischung der Wohnung. In meiner aktuellen Situation geht eine solche Unterstützung weit über Komfort hinaus, sie ist schlicht notwendig. Solange ich diese Schale tragen muss und mich mit Krücken fortbewege, sind gewisse Alltagsaufgaben kaum machbar. Staubsaugen unter diesen Bedingungen ist zum Beispiel praktisch unmöglich.

 

Deniz hat die Situation mit Effizienz und Grosszügigkeit übernommen. Dafür bin ich ihm sehr dankbar.

 

Aus praktischer Sicht kann diese Form der Haushaltshilfe von meiner Krankenversicherung übernommen werden. Es erschien mir daher selbstverständlich, ihm den erhaltenen Betrag weiterzugeben. Diese Geste trägt auch dazu bei, seinen Alltag etwas zu erleichtern. Zwischen seinem Einkommen und dem Stipendium, das er im Rahmen seiner Ausbildung erhält, bleibt ihm nur ein begrenzter finanzieller Spielraum. Ausgaben für Freizeit werden oft zurückgestellt, und selbst der Zugang zum Fitnessraum des Spitals, der zu einem reduzierten Tarif angeboten wird, übersteigt sein Budget.

 

Der Frühling hält langsam Einzug, und ich kann nun meinen Balkon wieder nutzen, um einen Kaffee zu geniessen und diesen Blog zu schreiben.



 
 
 

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