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17. Januar 2024

  • Autorenbild: Philippe Selot
    Philippe Selot
  • 17. Jan. 2024
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 18. Aug. 2025

Die Festtage sind nun vorbei. Der Jahreswechsel verlief ruhig, trotz der unzähligen Feuerwerke, die die ganze Nacht hindurch in den Himmel stiegen. Ich denke dabei an die Tiere, die oft sehr verängstigt sind von diesen Knallgeräuschen.

 

Ich habe auch Zeit damit verbracht, Dankeskarten zu schreiben und zu verschicken, für all die Kondolenzbotschaften, die ich nach dem Tod meiner Patentante erhalten habe.

 

Die Ungeduld und Aufregung stiegen, je näher der Termin bei meinem Chirurgen am 10. Januar rückte. Ich war nervös und ein wenig gereizt, besonders weil dieser Termin ungefähr zur gleichen Zeit stattfand, als ich vor acht Monaten in Marokko verunfallt bin.

 

Nach einigen Röntgenaufnahmen begrüsste mich Dr. Flückiger mit einem Lächeln, ein gutes Zeichen! Er zeigte mir die Bilder und bestätigte, dass alles perfekt sitzt und die Heilung gut voranschreitet. Aufgrund der vielen Löcher, die die acht Schrauben meiner ersten Operationen und die drei Fixierungen in Marokko in meinen Knochen hinterlassen haben, will er aber kein Risiko eingehen. Deshalb verschrieb er mir, den Gips noch vier Wochen zu behalten.

 

Diese Knochenlöcher heilen zwar, schwächen aber vorübergehend die Stabilität der Knochen, daher diese Vorsicht. Das war natürlich nicht die Nachricht, auf die ich gehofft hatte, aber ich verstehe die Vorsicht sehr gut. Ich muss den Gips den ganzen Tag tragen, in der Nacht, kein Gips jedoch den Kompressionsstrumpf was mir hilft, besser zu schlafen. Acht Monate Immobilität, da werde ich den zusätzlichen Monat auch noch schaffen!

 

Ich bekam einen neuen Gips, angelegt von einem Pfleger, den ich mittlerweile gut kenne. Wir tauschten uns über unsere Reisen und Abenteuer aus. Weil wir etwas Zeit hatten, bot er sogar an, einen zweiten Gips als Anschauungsmodell für die Patientinnen und Patienten herzustellen. Viele wissen nämlich nicht, dass moderne Gipse nicht mehr aus traditionellem Gips bestehen, sondern aus synthetischen Materialien. Das sind feuchte Bänder, die schnell hart werden, sehr leicht und trotzdem stabil. Diese Technik erlaubt auch, den Gips wie eine Schale zu öffnen, was die Hygiene erleichtert und die lästigen Juckreizprobleme von klassischen Gipsen vermeidet.

 

Meine treue Begleiterin der letzten Monate, das Trottinette, habe ich ebenfalls zurückgegeben. Ich bewege mich nun mit einer oder zwei Krücken, je nach Distanz.

 

Schliesslich erhielt ich meine Auffrischungsimpfung gegen COVID-19, empfohlen für Personen über 65 Jahre. Die Impfung fand im neuen Gebäude des Inselspitals Bern statt. Ich war danach etwas benommen, hatte aber keine weiteren nennenswerten Symptome.

 

Ich nehme also weiterhin geduldig meinen Zustand an! 



 
 
 

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