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01 September 2025

  • Autorenbild: Philippe Selot
    Philippe Selot
  • 1. Sept.
  • 2 Min. Lesezeit

Heute Nachmittag hatte ich einen Termin bei meinem Chirurgen, Dr. Flückiger. Da wir uns seit über zwei Jahren kennen, kann ich an seinem Blick sofort erkennen, wie er drauf ist: Er ist gut gelaunt, was auf gute Nachrichten hoffen lässt!


Wir haben mit der Besprechung der Ergebnisse des neurologischen Zentrums begonnen: das MRI und die Sensibilitätstests meines Nervensystems im linken Bein. Sie zeigen, dass das Nervensystem intakt ist und alle Funktionen vorhanden sind, auch wenn sie etwas schwächer sind als im rechten Bein. Nach sechs Operationen ist das nichts Ungewöhnliches! Dieser Sensibilitätsverlust ist in der Regel vorübergehend. Allerdings übt die Orthese Druck auf meinen Fuss aus, was einige Nerven beeinträchtigt und diese Neuropathie verursacht. Für meinen Chirurgen ist das Entscheidende, dass das Nervensystem intakt geblieben ist.


Der zweite Punkt betraf die CT-Bilder, die letzte Woche gemacht wurden. Verglichen mit denen von Dezember 2024 zeigt sich, dass der Knöchel in seiner jetzigen Position stabil ist und keine Knochenzerstörung mehr vorliegt. Das lässt vermuten, dass die Staphylokokken die fünf Monate Antibiotika nicht überlebt haben, eine hervorragende Nachricht! Ein weiteres ermutigendes Zeichen ist die Bildung von Bindegewebe, das sich normalerweise nur in Abwesenheit von Bakterien entwickelt. Es gibt jedoch einen Haken: Falls eine weitere Operation nötig wird, muss dieses Gewebe entfernt werden. Die Entfernung ist heikel, da sie unerwünschte Blutungen und Gefässprobleme verursachen kann.


Nichtsdestotrotz plant der Chirurg eine neue Operation – die siebte! – für die zweite Hälfte des Novembers. Bis dahin wird er die CT-Bilder mit anderen Spezialisten besprechen, unter anderem mit Prof. Knupp in Basel. Die Entfernung dieser Bindegewebsmasse könnte die Mitwirkung eines Gefäss- oder Mikrochirurgen erfordern.


Die Operation wird darin bestehen, einen AAN (Ankle Arthrosis Nail), also einen Sprunggelenksnagel zur Arthrodese, einzusetzen. Das Sonnenhof-Spital hat diesen Eingriff bereits im Juli durchgeführt: Der Patient ist auf dem Weg der vollständigen Genesung und alles verlief problemlos.


Ein letzter Termin ist für den 20. Oktober geplant, vor der Operation nach dem 10. November. Der Operationssaal wird demnächst reserviert, da der Eingriff lang dauern wird. Das OP-Team ist noch nicht festgelegt.


Dr. Flückiger hat mich darauf hingewiesen, dass mit etwa drei Monaten Gips gerechnet werden muss, mit nahezu vollständiger Immobilisation. Er lobt meine bisherige grosse Geduld und ist überzeugt, dass alles gut verlaufen wird. Ich schätze seinen Optimismus, auch wenn schlussendlich ich immobilisiert sein werde, nicht er. Dazu kommt, dass Deniz seine Ausbildung in Olten am 15. September beginnt und umziehen wird, sodass er mich im Alltag nicht mehr so unterstützen kann wie bei den bisherigen Eingriffen mit so viel Empathie. Aber sicher wird sich eine Lösung finden, um diese drei Monate (und länger, falls nötig) zu überstehen!


Ich bin eher ungeduldig als erleichtert. Ich bin mir der Komplexität dieser Operation bewusst, aber wenn sie endlich die erhofften Ergebnisse bringt, wird es nötig sein, erneut Geduld zu zeigen.


ree


 
 
 

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